(hef) Saalbach-Hinterglemm war das Ziel der diesjährigen Viertagesreise des Frischbörner Frauenkreises, natürlich auch zum großen Teil mit männlichem Anhang. Um es vorwegzunehmen: Es war ein tolles Erlebnis, kaum zu toppen, was Organisation, Reisedienst Schäfer, Programmgestaltung und die interne Verständigung angeht. Selbst die äußeren Umstände waren super: kaum Staus, klare Sicht wohin auch immer, selbst die hohen Temperaturen ließen sich im Bus und in den Alpen-Höhen gut verkraften. Der Beifall für Marika Heiß und ihr Orga-Team kam aus vollem Herzen.

Selbst die lange Busreise mit dem Schlitzer Reisedienst Schäfer war abwechslungsreich, unterhaltsam, zum einen waren es die touristischen Hinweise von Busfahrer Peter, der selbst die engsten Passstraßen, z. B. zum Großglockner, hervorragend meisterte, zum anderen waren es die leckeren Speisen und Getränke bei den Zwischenstopps, bestens vorbereitet und präsentiert vom Organisationsteam ……

Wer wollte, konnte gleich am ersten Tag eine abkühlende Erholungseinheit im hoteleigenen Mini-Pool einlegen. An der Sauna im Hus fand bei den sauna-artigen Außentemperaturen niemand Interesse. Die Abende dienten der lustigen Unterhaltung, v. a. durch den vielseitigen Musikus Georg Faust mit seinem Akkordeon, aber auch durch spontane witzige Beiträge aus der Runde, sogar in Frischbörner Platt.

Ein unterhaltsamer, überaus kundiger Führer war auch der Chef des Hotels Barbarahof in Saalbach, Rudi genannt. Er war stets ansprechbar, gab wichtige Anregungen und lenkte manche Wanderung je nach Können und Bedürfnis der 38 Gruppenmitglieder. So vergingen die zwei vollen Tage in Österreich schneller, als man sich vorstellen konnte: zu Fuß, mit der Gondel, dem Shuttle-Bus, dem Talschlusszug per Traktor, bei einer Fackelwanderung, bzw. einer Oldy-Film-Einlage aus den 80er-Jahren.

Unverhofft entwickelte sich der eine Nachmittag auf einer Almhütte zu einem musikalischen Event, als der Almwirt das Akkordeon und seine urige Stimme erklingen ließ, ein Gast aus einer anderen Gruppe ihn ablöste und der Hausherr dann noch die Zither herbeiholte, seine Trompete, ja sogar noch das Alphorn erklingen ließ. Der Kontrast war dann das unerwartete Biker-Festival, bei dem sich Hunderte von Kids, Männern und Frauen die schmalen Pistenwege hinunterstürzten, ja auch 10m-weite Sprünge über Erdhügel und Haus-Balkone wagten. So hatten auch die sonst nur im Winter überfüllten 30 Skilifte und Gondelbahnen von Saalbach-Hinterglemm mal in diesem Hochsommer-Wochenende Hunderte, vielleicht Tausende von Zuschauern angelockt.

Sicherlich war die Fahrt Richtung Großglockner, dem mit 3797 m höchsten Hügel Österreichs in den Hohen Tauern, ein besonderes Highlight. Bis auf 2500 m Höhe schlängelte sich der Vogelsberger Bus mit seinem kundigen Fahrer Peter auf schmalsten, aber bestens präparierten Straßen mit ihren unendlichen Windungen zum Fuscher Törl hinauf, bis er die letzten Höhenmeter von einem Vor-Ort-Shuttle abgelöst wurde. Unglaublich die Sicht auf die unendlich vielen Schluchten, die letzten Schneeflächen, die Wasserfälle, Schiefer- und Geröllhalden, die mutig grasenden Tiere.

Die Pilgerkirche von Heiligenblut im Mölltal bot dann einen besinnlichen Abschluss dieses Erlebnistages mit Gebet und eigenem Gesang.

Beeindruckend war sicherlich auch der Halt auf der Heimfahrt in der Tiroler Landeshauptstadt Kufstein, wo drei adrette Dirndlkleider eine jeweils neue Besitzerin aus Frischborn fanden und zu Hause angekommen die Ehemänner beim Aussteigen entzückten. Natürlich klang die Fahrt neben vielen anderen angestimmten Liedern zum Schluss mit dem Heimatlied „Mein lieb Frischborn“ aus. Alle Teilnehmer freuen sich jetzt schon auf die nächsten gemeinsamen Unternehmungen.

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